Freitag, 30. Dezember 2011

Vorletzter Tag eines sehr bewegten Jahres. Zeit der Überlegungen, Bilanz ziehen!. penúltimo día de un anio muy movido. Tiempo de reflexiones, es hora de hacer un balance.

Bald schlagen die Glocken Mitternacht des 31.12. Silvester. Es fehlt nur  Stunden um dieses alte Jahr 2011 zu beenden. Bald  haben wir das neue Jahr 2012. Man stellt sich die Frage, was auf uns zukommen wird. Wie werden wir alles meistern. Was erwartet uns überhaupt. Man kann  vieles planen, man kann manches, vor allem Berufliches vorsehen, vorhaben, vorarbeiten, aber der Rest ist nur ein Wunsch, ein Geheimnis und gehört noch zu den Begebenheiten, dem Schicksal.
Trotzdem  freue ich mich auf dieses Unbekannte und lasse mich auch   , hoffentlich angenehm überraschen.
Ich erhebe mein Glas und sage  dazu: "Alles Gute, zum Wohl auf 2012".
Mich wird wie immer viel Arbeit begleiten, viele Projekte, die mich  für die nächsten Monate nicht in Ruh lassen werden. Ich wünsche mir alles mit Wissen und Geschick zu bewältigen.
Es wird auch Zeit eine Bilanz zu ziehen und behalten, was uns glücklich und froh gemacht hat, was uns aber schadet, von dem sollten wir uns  für immer trennen und vergessen. Es wird Zeit unsere "Schränke" aufzuräumen, Ordnung um uns herum  zu schaffen, unnötigen Ballast zu entsorgen. Eine sehr mühsame Aufgabe  liegt  noch vor uns. Dabei  sollte man nicht vergessen, der Weg  von tausend Meilen fängt mit einem einzigen Schritt an. Morgen ist der entscheidende Tag.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Emilie Schindler und ihr Geschenk. Emilie Schindler y su regalo.

Als ich Emilie Schindler kennen lernte, merkte ich sofort, wir hatten  gemeinsame Interessen. Ich sage immer, "es war Liebe auf dem ersten Blick". Nicht nur ihre Geschichte, Zivilcourage, Solidarität, Gutmütigkeit faszinierten mich sondern auch ihre Liebe und Zuwendung für die Tiere. Sie hielt bei ihr 45 zugelaufene Katzen außer ihren treuen Hunden.
Worüber ich heute schreiben möchte, hat nicht viel mit  Geschichte im 2.Weltkrieg oder mit der Judenrettung zu tun. Es geht eher um die Geschichte meiner Hündin Mamá Danza, die mit ihren 16 Jahren schon eine "betagte Pudel-Dame" ist. Seit gestern schwebt sie in Lebensgefahr und nicht nur die Tierärzte werden hier  die letzte Entscheidung  treffen sondern auch der liebe Gott.
Wir haben immer Pudel gehalten und bei meiner ersten Begegnung mit Emilie im Jahre 1990 sah ich mich gezwungen  auch meine  damalige Hündin Danza mitzunehmen und im Auto mit halbgeöffneten Fenster zu lassen. Zu Hause hatte ich  zu der Zeit Anstreicher und meine Bedenken, sie würden die Haustür offen lassen, ließen mich nicht in Ruh. Also entschied ich mich  Danza nach San Vicente zu Emilie mitzunehmen.
Während des Interviews bat ich Emilie wiederholt  herauszugehen, um mich zu vergewissern, mit  meiner Hündin  wäre  im Auto auch alles in Ordnung.
Beim dritten Mal räusperte Emilie Schindler ein bisschen und sagte: "Warum bringen Sie ihren Hund  nicht rein. Sie wird sich bestimmt mit meinen gut vertragen. In der Ecke  steht ein Schüssel mit Wasser und Trockenfutter ist auch dabei". Ich fühlte mich plötzlich bei Emilie als ob ich sie mein ganzes Leben kennen gelernt hätte.
Seit jenem Tag besuchte ich Emilie immer mit Danza, die anstatt mit den Hunden zu spielen, lag neben mir, während ich Fragen stellte und die Antworten aufschrieb.
1995 starb Danza sechzehnjährig. Es war Februar und kurz  danach  reiste ich mit Emilie nach Rom und Bonn. Unterwegs spürte Emilie meine große Traurigkeit. Monatelang fanden weder mein Mann noch ich Trost. Mit Danza war  ein Stück unseres Lebens gegangen. Schließlich vermenschlicht man Tiere und  klammert sich  an sie sehr.
Inzwischen kam am 24.Juni mein 44.jähriger Geburtstag zu dem Emilie  als Ehrengast eingeladen war. Es war ein ganz intimes Geburtstagsfest, denn ich bin kein Freund von großen Partys. Emilie kam vorpünktlich wie immer. Sie brachte mir eine Schachtel Pralinen und einige Rosen aus ihrem  wunderschönen Garten. Sie nahm Platz am Tisch und machte ihre Tasche auf, aus der sie einen weißen Umschlag herausnahm. Mit einem  Lächeln, das ich nie vergessen werde, sagte sie mir: "Hier liebes Kind, besorg dir einen Hund. Den will ich dir zum Geburtstag schenken".
Mich überraschte ihr Geschenk, wollte gleich ihr den Umschlag  mit dem Geld zurück geben aber es war unmöglich, dies hätte eine große Beleidigung für Emilie bedeutet.
Mit  dem Geld besorgte ich mir Tage später eine schwarze Hündin, meine jetzige, an die wir aus vielen Gründen sehr hängen. Einer davon ist, es war ein Emilies Geschenk.
Wir hoffen vom ganzen Herzen, sie erholt sich bald wieder.

Aus dem Tagebuch einer Tierliebende.

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten aus Buenos Aires. Feliz Navidad desde Buenos Aires.

Wie könnte man sich Weihnachten  oder Silvester  ohne Schnee vorstellen? In der Südhalbkugel ist  man schon  dran gewöhnt. Trotzdem vermisst man die wunderschöne Atmosphäre ¨"drüben" auf den Weihnachtsmärkten, deren Düfte nach Gewürzen, gebrannten Mandeln, Kastanien, Glühwein., Lebkuchen.
Wer käme auf die Idee hier bei  einer glühenden Hitze Lebkuchen, Weihnachtsplätzchen, Stollen zu backen. Man würde in der Küche vor der Hitze  einfach ersticken. Aber seit gestern haben wir mit dem Wetter Glück. Nach einem  starken Regen und Südwind sanken  die Temperaturen von 36º  auf 13º Grad Celsius. Man kann wieder atmen und  "denken". -Der Südwind kommt aus der Antarktis-
Die erste Woche hier in Buenos Aires nach  so vielen Monaten in Europa  verging mit Höhen und Tiefen. Viele mögen sagen, man solle sich zuerst einleben, ich glaube, es hat nicht  mit dem Einleben  viel zu tun. Hier hat sich vieles  zum Schlechten in den letzten Monaten  verändert. Wenn man 365 Tage im Lande lebt, merkt  es wohl nicht, aber in meinem Fall bin ich sehr kritisch und deswegen auch skeptisch geworden. Wir hoffen auf bessere Zeiten! Vielleicht geschieht  es ein Wunder, vielleicht tut sich etwas in der nächsten Zeit. Vielleicht ist  das Herannähen der Weihnachtszeit, der Feierlichkeiten, die  mit sich eine gewisse Melancholie bringt.
An alle Leser meiner Überlegungen wünsche ich FROHE WEIHNACHTEN!
FROHE  CHANUKA!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Vierter Tag in Buenos Aires und schon so viele Erlebnisse. Recién el cuarto día en Buenos Aires y tantos acontecimientos.

Dienstag, den 20.Dezember.  Draußen ein wunderschöner Tag im südamerikanischen Sommer. Die Sonne  strahlt aus einem seidenblauen Himmel, Vogelgezwitscher, wunderschöne Morgenluft in Buenos Aires. Kurz vor sechs Uhr Spaziergang mit den Pudeln. Auf den Straßen kommen und gehen Leute. Manche gehen zur Arbeit, andere kommen  von einer durchgefeierten Nacht.
Heute erwartet mich wieder ein langes Pensum aber die schönen Stunden mit Facundo gestern wirken heute wie ein Lebenselixir.
Zusammen haben wir ein Lebkuchenhaus "gebastelt".
Nicht nur zur Weihnachstzeit ist ein buntes Knusperhäuschen aus Lebkuchen und Süßigkeiten ein echter Blickfang. Ob es uns beide gelungen ist? Ihr werdet es sehen!

Martes 20 de diciembre. Afuera una hermosa maniana del verano sudamericano. Un sol radiante   refulge desde un cielo azul diáfano,trino de pájaros, aire matutino en Buenos Aires.
Poco antes de las seis de la maniana  salimos a dar un paseo con nuestros Pudel. Gente que viene y que va por las calles. Muchos  se dirigen a sus tareas cotidianas, otras vuelven de una noche estrepitosa.
Hoy me espera nuevamente una larga tarea pero las maravillosas horas pasadas ayer con Facundo   tienen el efecto de un elixir de vida.
Juntos elaboramos un Lebkuchenhaus. Aquí  durante  su elaboración y luego el producto terminado.

                                       Facundo, der Hauptkoch und Zuckerbäcker.
                                       Facundo, el  jefe cocinero y maestro pastelero.


                                       Und hier das Endprodukt
                                       Y aquí el producto terminado

Sonntag, 18. Dezember 2011

Wiedersehen mit der Familie und heute abend mit den Pudeln. Reencuentro con la familia y hoy por la tarde con nuestros Pudel Danza, Daphne y Axel.

Auf den Tag haben wir schon lange gewartet. Die Monate in Europa waren voller Ereignisse und Erlebnisse. Interessante Begegnungen haben uns  bereichert. Neue Freundschaften sind entstanden, alte  verstärkt. Viele Projekte  sind auf dem Programm für 2012, 2013 und 2014. Wir hatten  wirklich nicht viel Zeit an etwas anderes zu denken als das ständiges Hin und Her und an die geographische und zeitliche Organisation der Veranstaltungen. Wieviele Ausstellungen habe ich insgesamt aufgebaut? Es waren zehn und jeder Aufbau dauert um die 6 oder 7 Stunden, wenn nicht länger. Trotz so viel "Bewegung" waren unsere Gedanken immer bei unserer kleinen Familie und unseren drei treue Hunden.
Gestern haben wir  sie besucht. Die Kinder freuten sich, die Eltern auch. Für  diese und nächste Woche ist schon viel mit Facundo geplant: Schwimmen, Fußball spielen, Schlittschuhlaufen, Tennis, Mc Donalds, Lebkuchenhaus  "basteln", malen, Kinderbücher vorlesen. . . . Ob ich alles unter einen Hut bringe?

Mucho esperamos el día de ayer. Luego de meses de gran actividad en Europa en donde  casi ni teníamos tiempo para la melancolía, aunque siempre pensábamos en nuestra pequenia familia y  nuestros perritos el reencontrarnos con Facundo, Matthias, Myriam y Eric nos llenó nuestros corazones de una inmensa alegría.
A los perritos los buscaremos hoy por la tarde. Veremos si depsués de tanto tiempo aún nos reconocen.

                                     Hier mit den Kindern und Myriam. Facundo mit seinen Trophäen aus Deutschland: Nutella und  ein T-Shirt  mit dem Berliner Bär. Aquí con los chiquis y My. Facundo con sus trofeos: Un frasco de Nutella y una remerita de Berlin.

Samstag, 17. Dezember 2011

Ankunft in Buenos Aires. Arribo en Buenos Aires

Nach einem  14 stündigen Flug  kamen wir gestern endlich in Buenos Aires an. Langsamer Überflug über Wolken und argentinischen Boden.8.15 Uhr deutsche Pünktlichkeit der LH! Der Flugkapitän kündigte  17° Grad und Südwind an. Bei uns ist der Südwind kalt und stürmisch. Regen wurde auch angesagt. Nicht anderes als  in München oder Frankfurt  am Tag  unseres Abflugs. Nur viel kälter war es dort.
Obwohl 14 Stunden im Flieger lang ist, war es ein angenehmer Flug. Nach vielen  schlafenlosen Nächten konnte ich wieder schlafen. Viel Arbeit liegt hinter mir, aber viel auch vor mir. Zunächst müssen wir zur Ruhe kommen. Aber wie schafft man das in einem Moloch wie Buenos Aires?
1.Schritt: Ankunft, 2.Schritt: Zoll und Kontrolle überstanden, 3.Schritt: Fahrt nach Hause, 4.Schritt. . . . 7.Schritt: Auspacken., 8.9. 10.Schritt: Telefonate, Telefonate, Telefonate.
Ein Erlebnis war dann die Fahrt mit der U-Bahn in die Innenstadt, uns wieder in die Kultur des Chaos einzutauchen. Vergleichen,  ich will nicht vergleichen, man kann  einfach nicht vergleichen, denn es sind ganz andere Länder und Menschen, aber ein bisschen mehr Ordnung und Disziplin könnte  in diesem Land, geprägt von Europäern, sein.

Arribo a Buenos Aires. Luego de un  excelente vuelo de casi 14 horas llegamos a Buenos Aires.
                               Bei der Landung. Flug über argentinischen Boden. Über die Wolken ein seidenblauer Himmel. Unten stürmisch, regnerisch und windig.
Aterrizando. Sobrevolando suelo argentino. Arriba de las nubes und cielo  azul diáfano, abajo  tormentoso, lluvioso y ventoso.


                                Und es fehlen  nur drei Minuten! Faltan  aún tres minutos para  llegar.


                                Bald da! Ya llegamos!


                                Der Jumbojet ist ein Flugzeug mit Gesicht. Vor allem der typische Buckel macht die Boeing 747 unverwechselbar. Sie hat  eine riesige Kapazität für 400 Fluggäste, Besatzung und viele Tonnen Fracht und alles schwebt in der Luft als ob man mit dem ICE fahren würde. El Jumbojet es un avión con  perfil. Sobre todo su típica protuberancia lo hace al Boeing 747 inconfundible. Tiene una inmensa capacidad: 400 pasajeros, tripulación y  toneladas de carga y todo  vuela en el aire tan tranquilamente como si fuera un viaje en Intercity Express. (ferrocarril)

Aus dem Tagebuch einer  Ebenangekommenen.
Del Diario de una recién llegada.
                                Ein Wallfisch für die Luft mit dem Zeichen des Kranichs. Una ballena en el aire con el signo de una grulla.
Bis zum nächsten Mal an Bord! Hasta la próxima!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ein Abschluß hinter mir. Neue Erlebnisse warten auf mich. Nuevas vivencias me esperan.

Ein Abschluß liegt hinter mir. Heute ziehe ich Bilanz der letzten Monate hier in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Die Vortragsreihe war  sehr  zufriedenstellend, denn  hier und da  sind   neue Projekte für die Zukunft entstanden. Überall  traf ich nette Leute, auch  nicht ganz nette, aber so ist halt im Leben. Heute lasse ich Revue passieren und wie ein Film  läuft der Verlauf  vieler Eindrücke der letzten Zeit. Jetzt um 8.55 Uhr sitze ich  etwas entspannter am Laptop. Koffer sind schon eingepackt und  großer Übergepäck-Gefahr droht. Was nehme ich alles mit? Bücher, meine  Leidenschaft! Bald habe ich  in Buenos Aires keinen Platz mehr in meiner Bibliothek, aber  es ist egal, ich  kaufe, kaufe und kaufe Bücher. Ich liebe Bücher und eins in der Hand zu halten und lesen, bedeutet für mich eine  große innere Genugtuung. Es ist einfach ein Genuß, mich in Bücher zu vertiefen, die meine Weltanschauung bereichern. Meine andere Leidenschaft sind Gewürze, Tee und Kaffee aller Sorten. Das nehme ich auch mit!
Um 14.45 Uhr geht unsere Maschine von München. Wir  verlassen diese wunderbare Stadt mit Herz und Seele, wir verlassen unsere lieben Freunde Gitti Grün, Kora und Rudolf Herbst, Angelika Hochleitner. Wir nehmen  auch Abschied von unserem lieben Freund Werner, der leider vor  zwei Monaten  gestorben ist. Als wir hier im August ankamen, empfing er uns noch mit seiner
Gutmütigkeit, seiner  werten Freundschaft. Heute ist er für immer gegangen aber lebt noch in uns.
Unsere liebe Freundin Anne Hirschbolz wird uns zum Flughafen bringen, obwohl sie sich von  der Arbeit, ihrer Familie und anderen Pflichten für den Tag frei nehmen sollte. Überall sind wir hier  umgeben lauter Aufmerksamkeiten und Liebe. Es fällt schwer Abschied zu nehmen aber man hat immer die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen.
Morgen erwartet uns der argentinischen Sommer und dafür müssen wir über die Meere kreuzen,  gen Süden, wo andere Breite , Weite , Dimensionen die Mentalität der Menschen prägen.
Auf uns warten schon sehsüchtig Facundo, Matthias, Myriam, Eric, Daphne, Mama Danza und Axel. . . und viele, viele Freunde und Bekannte.
Die ersten Tage, Wochen wird es schwer uns  einleben zu können.
Ich werde schon vor Ort weiter berichten. Bis dahin liebe Freunde meines Blogs, mit herzlichen Grüßen noch aus meiner lieben Stadt München.
Ich sage bis bald wieder liebe Heimat meiner Eltern!

Aus dem Tagebuch einer Weltenpendlerin, die heute schon  die Koffer eingepackt hat.

Hoy se cierra otra etapa en este largo viaje de conferencias. Sacando un balance ha sido todo muy positivo ya que  a mi paso he ido sembrando proyectos para el futuro. pero que sería el ser humano sin proyectos y planes? En todas partes  hemos conocido gente muy valiosa, agradable que nos han llenado de atenciones y afecto. Algunas no han sido tan agradables pero así es en la vida. Una de cal y otra de arena.
Partimos con la sensación de la tarea cumplida. Nos cuesta mucho  separarnos de Munich, de esta maravillosa ciudad, de nuestros  queridos amigos Gitti Grün, Kora y Rudolf Herbst, Angelika Hochleitner. Nos despedimos para siempre del amigo Werner que ya no está. Cuando llegamos en Agosto nos recibió  aún con  tanto carinio y afecto. Quien hubiese pensado que  iba a morir tan pronto.
En un rato vendrá nuestra amiga Anne Hirschbolz para llevarnos al aeropuerto. Ha dejado todo de lado, familia, trabajo y un sin fin de obligaciones para poder hacerlo.
Nos resulta muy difícil dejar Alemania, tenemos tantos amigos y afecto! Pero  muy pronto volveremos.
Miro mis  valijas ya empacadas y peinso en los problemas que tendremos hoy en el aeropuerto por el sobrepeso. Qué llevo? Libros, libros y más libros. Definitivamente son ellos mi pasión. Sus contenidos enriquecen mi cosmovisión. Ya no me queda más espacio en mi biblioteca. Tengamos en cuenta que aquí en Munich  dejo  también  muchísimos.
En beve  cruzaremos  oceános, mares, rios, montanias . . . siempre en dirección al sur, allí en donde  el continente americano tiene otras dimensiones y topografías que impregnan  la mentalidad de sus habitantes.
En Buenos Aires nos espera el verano sudamericano. Facundo, Matthias, Myriam, Eric, Daphne, Mamá Danza y Axel  y muchos, muchos amigos y conocidos.
Nos costará mucho  volvernos a ambientar, pero ya informaré en los próxmos días desde el lugar.
Hasta ese momento, queridos amigos de mi blog. Saludándolos. . .

Del diario de una  trotamundos que  hoy ya empacó sus valijas.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Die Produktion der Ausstellungstafeln nehmen an Gestalt. Mitarbeit mit der FES Regenburg. La exposición vá tomando forma. Trabajo en conjunto con la Fundación Friedrich Ebert en Ratisbona.

Schon am Ende unserer Kräfte setzten wir, Dr. Harald Zintl der Friedrich Ebert Stiftung in Regensburg und ich den letzten Punkt   der Tafel 8. Die Ausstellung wird insgesamt 22 Tafeln haben. Vor uns liegt  noch  harte Arbeit, die  via elektronische Post, Sype und lange Telefongespräche bewältigt wird.  Für mich im argentinischen Sommer, für sie im europäischen Winter. Die  Entfertung von tausenden Kilometer  von Regensburg nach Buenos Aires trennt uns geographisch, aber wir  werden  auch so alles rechtzeitig erledigen.Nichts wird uns davon halten!
Mitzuarbeiten mit Dr. Zintl, Sandra Gref und Matthias Fischer macht immer  viel Spaß. Ich werde sie  wirklich vermissen. Ein Trost:  ein baldiges Wiedersehen schwebt in der Luft!
Ya  casi sin fuerzas pusimos ayer el último punto en una oración perteneciente a los textos de la exposición. Con mucho ahinco, esmero, fuerza llegamos al banner 8. En total son 22. Es decir, todavía nos falta mucho trabajo pero nada nos detendrá, tampoco la distancia geográfica de miles de kilómetros. Nos comunicaremos por mail, con skype, por teléfono.
Trabajar con el Dr. Zintl, Sandra Gref y Matthias Fischer es  siempre un placer. Los extraniaré mucho. Pero un pronto reencuentro flota en el aire.

                               Hier am mit Dokumenten überfüllten Schreibtisch mit dem lieben Harald Zintl, den ich schon seit vielen Jahren kenne. Sentados en un escritorio lleno de documentación con Harald Zintl al que conozco ya hace muchos anios y con el que  ya tenemos una gran amistad.


                               Wissenschaftliche Forschung ist immer erforderlich.
Investigación científica es muy necesaria!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Eine bemerkenswerte Frau


image

Durch ihre Vorträge will Erika Rosenberg die Erinnerung an Emilie Schindler lebendig halten Von Julia Pickl Schrobenhausen (SZ) Die Schriftstellerin Erika Rosenberg hat am Gymnasium Schrobenhausen einen Vortrag über ihre beste Freundin Emilie Schindler gehalten. Sie hat die Frau von Oskar Schindler elf Jahre bis zu ihrem Tod begleitet. Die Geschichte von Emilie Schindler und Erika Rosenberg begann bereits 1935. Damals flohen Rosenbergs Eltern vor dem Holocaust nach Argentinien. Emilie Schindler war zu dem Zeitpunkt bereits mit dem Industriellen Oskar Schindler verheiratet. Auf der Suche nach ihrer Herkunft einige Jahre später gab es für Rosenberg keine imageAntwort, ihre Eltern hatten alles verdrängt. Nach dem Tod ihrer Eltern aber wurde der Drang zu recherchieren immer lauter. Rosenberg begab sich in die dunkle Geschichte Deutschlands und stieß in ihrer Recherche auf Emilie Schindler, die zu der Zeit 60 Kilometer südlich von Buenos Aires lebte. Aus dieser Begegnung entstand eine tiefe Freundschaft der Frauen. „Emilie Schindler war eine charmante, eine tapfere Frau mit viel Zivilcourage“, sagt Rosenberg. Die Schriftstellerin begleitete Schindler bis zu ihrem Tod im Jahr 2001 und
schrieb zwei Biografien über sie. Die hat sie zu ihrem Vortrag im Gymnasium mitgebracht, und auch einige spannende Dokumente. Die Lagerskizze der Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler ist dabei sowie private Fotos des Industriellenpaars. Das Highlight aber ist eine Abbildung der originalen „Schindlers Liste“, auf der die Namen von 799 jüdischen Arbeitern
und 299 Arbeiterinnen der Emaillefabrik in Krakau standen. Noch viel mehr konnte Schindler retten, als das Arbeitslager in P³aszów geräumt wurde und die Arbeitskräfte in Vernichtungslager gebracht werden sollten. Noch interessanter aber sind die Geschichten, die Rosenberg den Schülern im Gymnasium erzählte. Bevor Steven Spielberg Oskar Schindler mit „Schindlers Liste“ ein filmisches Denkmal setzte, habe Oskar Schindler selbst ein Drehbuch verfasst, erzählte die Autorin den aufmerksamen Schülern. Für die Rollen von Emilie und Oskar Schindler seien Romy Schneider und Richard Burton geplant gewesen, 1967 aber wurde das Projekt auf Eis gelegt. An der prominenten Besetzung könne man aber sehen, dass Emilie Schindler eine wesentlich wichtigere Rolle gespielt hätte als in Spielbergs Film. Überhaupt hadert Rosenberg mit der geringen Würdigung Emilie Schindlers. Im Zuge des Spielfilms habe sie weder Würdigung noch Tantiemen erhalten. Bei einem Regisseur, der sieben Oscars dafür erhielt und 370 Millionen Dollar damit eingenommen habe, könne man schon etwas mehr erwarten, sagte Rosenberg. Immerhin setzte die Schriftstellerin durch, dass Emilie Schindler 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Das Original von „Schindlers Liste“ konnte die Schriftstellerin allerdings nicht retten. Obwohl sie dagegen klagte, um das Schriftstück für ein Museum zu sichern, sei es im vergangenen Jahr für 2,3 Millionen Dollar in New York versteigert worden. Für viele war das nur ein Stück Papier, nicht für Erika Rosenberg, die 20 der darauf Genannten selbst interviewt hat. „Gegen das Vergessen unbesungener Helden“ hat Rosenberg ihren Vortrag überschrieben, seit August ist sie damit in verschiedenen europäischen Ländern unterwegs und hat rund 220 Mal die Leute mit der Geschichte von Emilie Schindler in Staunen versetzt. Sie möchte damit eine Frau würdigen, die vielen Juden auf eigene Gefahr geholfen hat. „Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“ – diesen Spruch gibt Rosenberg den Gymnasiasten mit. Es ist der Spruch, der in den Ring eingraviert war, den die Juden Oskar Schindler als Geschenk übergaben,umSchindler für ihr Leben zu danken.

Und immer noch in Regensburg. Todavía en Regensburg

Vorgestern und gestern  wurde rund um die Uhr  an der Ausstellung  in der Stiftung gearbeitet.  Es wird akribisch recherchiert, damit überhaupt keine Lücke entsteht und   die wenigsten Fragen offen bleiben. Das kostet viel Zeit und nimmt viel Energie in Anspruch. Aber, wenn die Arbeit fertig wird,  freut man  sich um so mehr, dass alles  geklappt hat.
Heute  ist auch viel Arbeit auf der Tagesordnung angekündigt. Die Zeit vergeht wie im Nu. Plötzlich ist morgen und  dann  wieder finster am Abend.
Es war sehr schön auch  unseren alten Freund Hans Simon-Pelanda vom Goethe Institut wieder zu sehen. Beim Abendtisch haben wir uns über  die schönen alten Zeiten im Goethe Institut gesprochen. Unser Philosophieren ging bis  fast 23 Uhr, obwohl wir alle  Frühaufsteher sind.

El trabajo  continuó  el domingo y lunes  en la fundación. Hoy también está  esta labor en el programa de día. Todo debe hacerse con gran  orden, disciplina y concentración para que la exposición no  arroje preguntas y dudas   en su presentación.
A la noche nos encontramos con nuestro  viejo amigo Hans Simon-Pelanda  y hablamos de los viejos  y buenos tiempos del Instituto Goethe.

                               Mit unserem Freund Hans Simon-Pelanda

Sonntag, 11. Dezember 2011

Letzter Sonntag in Deutschland 11.12.11 und in Regensburg in diesem Jahr. Ùltimo domingo en Alemania y en Regensburg de este anio 2011.

Der liebe Gott hat  den Sonntag   als Ruhetag geschaffen. Im jüdischen Glauben ist der Shabat aber, da ich  nicht fromm bin,  arbeite ich auch am Wochenende. Heute am Sonntag  sind wir in Regensburg und gleich wird es an  der Ausstellung aus dem Schindler Nachlass in Mitarbeit mit der Friedrich Ebert Stiftung  gearbeitet. Texte für die Tafeln  müssen noch verfasst werden,  Bildmaterial und Dokumente aussortiert. Heute, morgen und übermorgen stehen auf dem Programm. An Arbeit sollte es nicht scheitern!

Dios ha creado el domingo como día de descanso. En la religión  judía es el Shabat, pero yo no soy  observante ni religiosa, es por ello que también trabajo los fines de semana. Hoy domingo estamos en Regensburg y  en unos minutos comenzaré con mi  trabajo  sobre la exposición  del acerbo de los Schindler. Debo  escribir los textos para la presentación, elegir fotos y documentos para el disenio . Este es un trabajo en conjunto con la Fundación Friedrich Ebert. Hoy, maniana y pasado  están en el programa. Qué trabajo no falte!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Die Frau im Schatten von Oskar Schindler

Ottobrunn - Gegen das Vergessen unbesungener Helden anzutreten: Dieser Aufgabe widmet sich die im argentinischen Buenos Aires lebende Professorin Erika Band de Rosenberg. Sie war mit Emilie Schindler, der Frau des berühmten Oskar Schindler lange befreundet.

Auf Einladung von Oberstudienrätin Bärbel Booge (l.) berichtet Erika Rosenberg am Gymnasium Ottobrunn über Oskar und Emilie Schindler. foto: nierdergesäss

Auf Einladung von Oberstudienrätin Bärbel Booge (l.) berichtet Erika Rosenberg am Gymnasium Ottobrunn über Oskar und Emilie Schindler. foto: nierdergesäss

Im Rahmen ihrer zahlreichen Vortragsreisen machte Erika Band de Rosenberg im Gymnasium Ottobrunn Station. Für die Schüler der sechs zehnten Klasse wurde es ein lebendiger, informativer und lehrreicher Ausflug in die Zeit des Dritten Reiches. Seit 1990 beschäftigt sich Rosenberg mit dem Thema der Nazi-Diktatur und der Vernichtung jüdischer Menschen. „Ich bin selbst betroffen, verlor fast alle Verwandten durch den Holocaust“, berichtet die 1951 geborene Autorin. Ihre Eltern waren 1936 vor den Nazis geflohen. Sie wollte ein Buch über Einwanderer in Argentinien schreiben. „Dabei stolperte ich über Oskar und Emilie Schindler. Sie lebten verarmt bei Buenos Aires“, erinnerte sich Rosenberg.

Bei ihren Recherchen stieß sie nicht nur auf Namen von Tätern, sondern ebenfalls auf Menschen, die dem Nazi-Regime die Stirn geboten hatten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten, teilweise sogar unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens, den jüdischen Mitbürgern halfen. Eine von ihnen war Emilie Schindler, mit der sie schnell eine tiefe Freundschaft verband, die am 5. Oktober 2001 mit dem Tod Schindlers nicht endete. „Durch Vorträge will ich die Erinnerung an sie lebendig halten. Von ihr können wir lernen, dass Widerstand möglich ist. Nötig ist etwas Zivilcourage und nicht immer mit der Masse schwimmen“, betonte Rosenberg.

Dabei habe zunächst nichts darauf hingedeutet, dass Schindler sich für die jüdischen Mitbürger einsetzen würde. „Er war ein Lebemann, eine stattliche, attraktive Erscheinung, liebte schnelle Autos, Motorräder, und die Frauen lagen ihm zu Füßen. Von einer regelmäßigen Arbeit hielt er nicht viel“, beschreibt Rosenberg Oskar Schindler. Erst 1935, acht Jahre nach der Hochzeit mit Emilie, habe er in Krakau mit einem Job in der Spionage-Abwehr des Admirals Wilhelm Canaris seine Berufung gefunden. Er sollte Spione in Polen und der Tschecheslowakei enttarnen. „1938 wurde er selbst enttarnt und von den Tschechen verhaftet. Ihm drohte ein Todesurteil, dem er nur entging durch den Einmarsch der deutschen Wehrmacht“, erzählte Rosenberg.

Nachdem Polen besetzt war, wurde er als Chef einer Emaille-Warenfabrik eingesetzt, die ehemals Juden gehörte und die er nun übernahm. „Die Arbeitskräfte bekam er aus dem bei Krakau geschaffenen Konzentrationslager Plaszow. Das war der Grundstein für die Rettung der Menschen“, berichtete Rosenberg weiter.

Emilie Schindler verstand damals nicht, wie sich ihr Mann mit dem KZ-Kommandeur Amon Goeth scheinbar anfreunden konnte: „Mich beunruhigt, wie viel Zeit Oskar mit der grausamen Bestie verbrachte“, erzählte sie Rosenberg. Nachzulesen ist das alles in zwei von Rosenberg geschriebenen Biografien, „Ich, Emilie Schindler“ und „Ich, Oskar Schindler“.

Aber gerade dieses Doppelspiel half Schindler im August 1944, 1200 Menschen vor dem sicheren Tod zu retten. Er besaß inzwischen drei Fabriken, die vor den heranrückenden russischen Truppen von Krakau nach Brünnitz in der Tschechoslowakei verlegt werden sollten. „Für die Arbeiter bedeutete es das Ende. Es war schon entschieden, dass sie ins Vernichtungslager Auschwitz verlegt werden sollten. Schindler weigerte sich, stellte mit Emilie und treuen Mitarbeitern die berühmten Listen zusammen. Die Rechnung ging auf und wurde von Steven Spielberg in dem Film „Schindlers Liste“ auf die Leinwand gebracht. „Doch der Film erzählt nur einen Teil der Geschichte. Emilie Schindler kommt nur ganz am Rande vor. Der Held ist Oskar. Das ist Hollywood“, findet Rosenberg.

1995 fand Emilie erste Anerkennung als ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. „Dafür habe ich drei Jahre gekämpft. Oskar Schindler hatte es bereits 1965 bekommen“, sagte Rosenberg. Sie hat ihrer Freundin auch den letzten Wunsch erfüllt: „Wir flogen nach Deutschland. Ihre letzten Monate lebte sie in Bayern und fand ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof in Waldkraiburg.“

Schrobenhausen. Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr. La última conferencia en este anio 2011

Die Fahrt nach Schrobenhausen  gelang nicht ohne Schwierigkeiten. Die S-Bahn  hatte 10 Minuten Verspätung, somit wir den Anschluß  in Pasing verpasst haben. Eine Stunde später stiegen wir in den Regio ein. Zum Glück fing die Veranstaltung  um 11.40 Uhr an. Einige Minuten hatten wir noch!
Herr Christian Huber, Lehrer im Gymnasium Schrobenhausen und Organisator der Veranstaltung holte uns vom Bahnhof ab.
Mein letzter Vortrag des Jahres verlief  wie am Schnürchen: Gut vorbereitete Schüler hörten sich  alles aufmerksam an und stellten  viele Fragen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa begleitet von Herrn Huber verließen wir die Schule in Richtung München zurück.

El viaje a Schrobenhausen  para dar mi última conferencia del anio   no transcurrió del todo  halaguenia porqué nuestro tren se atrazó unos 10 minutos y no alcanzamos la conexión. En Pasing debimos esperar una hora. Pero aún así llegamos a tiempo a Schrobenhausen. El profesor Huber que nos estaba esperando muy gentilmente en la estación facilitó aún más las cosas.
La conferencia transcurrió en un marco de  mucha atención, silencio, concentración por parte de los  excelentemente preparados alumnos. Luego hicieron muchas preguntas que yo  repondí con  gran alegría al ver  el interés del alumnado y profesores.
Luego de un almuerzo en la cantina de la escuela  emprendimos el retorno a nuestra querida Munich.

                                Kurz nach den Begrüßungsworten von Herrn Huber.
                                Estimado Christian, muchas gracias por todas las molestias!





                             Nach der erfolgreichen Veranstaltung mit Herrn Huber

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Die Rückzählung beginnt. Vorletzte Veranstaltung dieses Jahres in Pullach. La cuenta regresiva comienza con la penúltima conferencia de este anio en Pullach.

Gestern hat mich der erste Schneefall in der Kaufingerstraße überrascht. Dicke Schneeflocken fielen vom Himmel und verliehen  dem Weihnachtsmarkt ein Hauch  der Romantik. Innerhalb von Stunden  bedeckte der Schnee Straßen, Autos, Bäume.
Heute schaue ich aus meinem Fenster und sehe aber keinen Schnee im Garten. Die weißen Kleidchen der hohen Tannen, Buchen , Birken und Eichen sind in der Nacht verschwunden. Wie bei einem Märchen  der Gebrüder Grimm zogen sie wahrscheinlich andere in anderen Landschaften an. Warten wir bis heute abend, vielleicht verzaubert  der Schnee wieder mit seinem weißen Überzug Wälder, Dächer, Felder. . .
Gleich muss ich nach Pullach zum vorletzten Vortrag des Jahres und so beginnt die Rückzählung, wieder mit Schülern, Lehrern, Schulen, Ämtern, Behörden, Verlagen, Freunden, Abschied. Abschied ist immer ein bisschen wie sterben. Aber im nächsten Jahr kommen wir wieder.

Ayer nos sorprendió  en la Kaufingerstraße  la primera nevada. Los copos  caían del cielo  cubriendo  el mercado navidenio de la ciudad, los autos, los árboles. Pinos, hayas, abedules y robles, todos vestidos de blanco. La ciudad así vestida  tiene un aire muy romántico sobre todo en esta época de anio y sus prontas fiestas navidenias.
Hoy por la maniana miro por la ventana y en mi jardín  ha desaparecido la nieve. Como en un cuento de los Hermanos Grimm haya ido tal vez a vestir otros paisajes abandonándonos por unas  horas. Esperemos hasta hoy por la noche, quizás nos vuelva a maravillar cubriendo todo nuevamente de blanco.
Enseguida  partimos para Pullach en donde doy la penúltima conferencia de este anio. La cuenta regresiva comienza con  alumnos, escuelas, ministerios, autoridades, editoriales, amigos, despedidas. La despedida es siempre morir un poco. Pero  el anio próximo volvemos con más fuerza y proyectos.

Die   liebe Frau Daniela Scheuermann wartete auf uns   am Gleis der S-Bahn Station in Pullach. Leider hatte die S7 einige Minuten Verspätung und als wir  in Donnersbergerbrücke einstiegen,  fürchtete ich  spät anzukommen.
Die Veranstaltung  fing  um 11.45 Uhr an und  ging bis kurz nach 13 Uhr.  Die  auf die Thematik  ausgezeichnet vorbereitete Schüler stellten viele interessanten Fragen.
Am Schluß näherten sich zwei Jungs  und interviewten  mich für die Schulzeitung. Der Schulleiter  lud uns   zum Mittagessen ein. Es war sehr schön wieder in einer Mensa voller Schüler  zu essen. Am Tisch  führten wir mit dem Schulleiter, Frau Scheuermann und Frau Lamprecht interessante Gespräche.

                                Begrüßungsworte von Frau Daniela Scheuermann
                                Palabras alusivas de la Sra. Daniela Scheuermann

                               Während des Vortrags


                                Wunderschöne Blumen habe ich auch erhalten!
                                Y me han  regalado unas hermosas flores!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ausstellungsaufbau in Ottobrunn, Eröffnung und Vortrag.Elaboración de la exposición, su inauguración y conferencia en Ottobrunn.

Artikel: Die Frau im Schatten von Oskar Schindler

Artikel drucken

Ottobrunn - Gegen das Vergessen unbesungener Helden anzutreten: Dieser Aufgabe widmet sich die im argentinischen Buenos Aires lebende Professorin Erika Band de Rosenberg. Sie war mit Emilie Schindler, der Frau des berühmten Oskar Schindler lange befreundet.
Auf Einladung von Oberstudienrätin Bärbel Booge (l.) berichtet Erika Rosenberg am Gymnasium Ottobrunn über Oskar und Emilie Schindler. foto: nierdergesäss
Im Rahmen ihrer zahlreichen Vortragsreisen machte Erika Band de Rosenberg im Gymnasium Ottobrunn Station. Für die Schüler der sechs zehnten Klasse wurde es ein lebendiger, informativer und lehrreicher Ausflug in die Zeit des Dritten Reiches. Seit 1990 beschäftigt sich Rosenberg mit dem Thema der Nazi-Diktatur und der Vernichtung jüdischer Menschen. „Ich bin selbst betroffen, verlor fast alle Verwandten durch den Holocaust“, berichtet die 1951 geborene Autorin. Ihre Eltern waren 1936 vor den Nazis geflohen. Sie wollte ein Buch über Einwanderer in Argentinien schreiben. „Dabei stolperte ich über Oskar und Emilie Schindler. Sie lebten verarmt bei Buenos Aires“, erinnerte sich Rosenberg.
Bei ihren Recherchen stieß sie nicht nur auf Namen von Tätern, sondern ebenfalls auf Menschen, die dem Nazi-Regime die Stirn geboten hatten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten, teilweise sogar unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens, den jüdischen Mitbürgern halfen. Eine von ihnen war Emilie Schindler, mit der sie schnell eine tiefe Freundschaft verband, die am 5. Oktober 2001 mit dem Tod Schindlers nicht endete. „Durch Vorträge will ich die Erinnerung an sie lebendig halten. Von ihr können wir lernen, dass Widerstand möglich ist. Nötig ist etwas Zivilcourage und nicht immer mit der Masse schwimmen“, betonte Rosenberg.
Dabei habe zunächst nichts darauf hingedeutet, dass Schindler sich für die jüdischen Mitbürger einsetzen würde. „Er war ein Lebemann, eine stattliche, attraktive Erscheinung, liebte schnelle Autos, Motorräder, und die Frauen lagen ihm zu Füßen. Von einer regelmäßigen Arbeit hielt er nicht viel“, beschreibt Rosenberg Oskar Schindler. Erst 1935, acht Jahre nach der Hochzeit mit Emilie, habe er in Krakau mit einem Job in der Spionage-Abwehr des Admirals Wilhelm Canaris seine Berufung gefunden. Er sollte Spione in Polen und der Tschecheslowakei enttarnen. „1938 wurde er selbst enttarnt und von den Tschechen verhaftet. Ihm drohte ein Todesurteil, dem er nur entging durch den Einmarsch der deutschen Wehrmacht“, erzählte Rosenberg.
Nachdem Polen besetzt war, wurde er als Chef einer Emaille-Warenfabrik eingesetzt, die ehemals Juden gehörte und die er nun übernahm. „Die Arbeitskräfte bekam er aus dem bei Krakau geschaffenen Konzentrationslager Plaszow. Das war der Grundstein für die Rettung der Menschen“, berichtete Rosenberg weiter.
Emilie Schindler verstand damals nicht, wie sich ihr Mann mit dem KZ-Kommandeur Amon Goeth scheinbar anfreunden konnte: „Mich beunruhigt, wie viel Zeit Oskar mit der grausamen Bestie verbrachte“, erzählte sie Rosenberg. Nachzulesen ist das alles in zwei von Rosenberg geschriebenen Biografien, „Ich, Emilie Schindler“ und „Ich, Oskar Schindler“.
Aber gerade dieses Doppelspiel half Schindler im August 1944, 1200 Menschen vor dem sicheren Tod zu retten. Er besaß inzwischen drei Fabriken, die vor den heranrückenden russischen Truppen von Krakau nach Brünnitz in der Tschechoslowakei verlegt werden sollten. „Für die Arbeiter bedeutete es das Ende. Es war schon entschieden, dass sie ins Vernichtungslager Auschwitz verlegt werden sollten. Schindler weigerte sich, stellte mit Emilie und treuen Mitarbeitern die berühmten Listen zusammen. Die Rechnung ging auf und wurde von Steven Spielberg in dem Film „Schindlers Liste“ auf die Leinwand gebracht. „Doch der Film erzählt nur einen Teil der Geschichte. Emilie Schindler kommt nur ganz am Rande vor. Der Held ist Oskar. Das ist Hollywood“, findet Rosenberg.
1995 fand Emilie erste Anerkennung als ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. „Dafür habe ich drei Jahre gekämpft. Oskar Schindler hatte es bereits 1965 bekommen“, sagte Rosenberg. Sie hat ihrer Freundin auch den letzten Wunsch erfüllt: „Wir flogen nach Deutschland. Ihre letzten Monate lebte sie in Bayern und fand ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof in Waldkraiburg.“



Dank einer Einladung von  Frau Bärbel Booge vom Ottobrunn Gymnasium eröffnete ich heute die Ausstellung aus dem Schindler Nachlaß und hielt einen Vortrag  vor sehr aufmerksamen Schülern. Liebe Frau Booge, vielen Dank für Ihr Engagement!

                               Beim Ausstellungsaufbau in der Bibliothek, ausschneiden,  ankleben,  beschriften. Armando la exposición en al biblioteca, cortando, pegando y  poniendo títulos a los documentos y fotos.

                                 Bei der Ausstellunsgeröffnung

                                         Kurze Führung durch die Ausstellung für sehr interessierte Schüler der 9.Klasse.


                                 Begrüßungsworte von  der Oberstudienrätin Frau Booge.


                                

Montag, 5. Dezember 2011

. . . und heute das Apian-Gymnasium in Ingolstadt. Ausstellungseröffnung und Vortrag. . . . y hoy el bachillerato Apian en Ingolstadt, inauguración de una nueva exposición y conferencia

Nach einer kurzer Fahrt mit dem ICE von München nach Ingolstadt erreichten wir unser Ziel. Am Bahnhof wartete  auf uns die liebe Frau Kürzinger, Religions- und Lateinlehrerin, eine wunderbare Dame, die eine ausgezeichnete Bereicherung für Schüler und überhaupt für Menschen ist, weil sie über unendliches theologische Wissen verfügt. Mit ihr  sprach ich über die moralischen Werte   in der heutigen Gesellschaft. Nach dem  Ausstellungsaufbau   unterhielten wir uns am Abendtisch weiter.
Heute wird die Ausstellung eröffnet.

Luego de un breve viaje de Munich a Ingolstadt  alcanzamos nuestra meta en un frio domingo de diciembre. En la estación nos esperaba la Sra. Kürzinger, profesora de latín y religión católica.  De allí fuimos directamente a la escuela  y armé la exposición por "enésima vez".
La Sra. Kürzinger es una persona muy interesante y posee grandes conocimientos de teología. En sus jóvenes anios quería ser monja.
En la cena hablamos sobre los valores actuales de la sociedad. Hoy se inaugura la exposición.


                                 Vor dem Vortrag


                                 Und hier beim Vortrag

Samstag, 3. Dezember 2011

Augsburg Vortrag am 2.12 in der VHS

Dank Einladung von Frau Dr. Hafner der VHS Augsburg hielt ich gestern einen Vortrag vor einem  sehr interessierten und beim Thema  versierten Publikum unter denen  auch die  ehemalige Sekretärin von Mietek Pemper, der auch auf der Schindlers Liste stand. Leider ist Herr Pemper vor drei Monaten im hohen Alter verstorben. Langsam sterben  alle Zeugen der ersten Generation und bald wird es schon  niemand mehr, der die Geschichte aus erster Hand vermitteln kann.
 Vielen Dank, liebe Frau Dr. Hafner!

Gracias a la  amable invitación de la Dra. Hafner de la VHS en Augsburg  di ayer por la noche una conferencia ante un público muy interesado y también versado en el tema entre los cuales se encontraba la  ex-secretaria de Mietek Pemper que también  salvara su vida gracias a los Schindlers. Lamentablemente falleció Pemper hace tres meses. Lentamente van muriendo casi todos  aquellos testigos de primera generación y pronto ya no habrá nadie que pueda transmitir esta historia  partiendo de experiencias vividas personalmente.

                                 Begrüßungsworte von Frau Dr. Hafner

                                  Aufmerksame Zuhörer, was kann sich ein Autor noch mehr wünschen? El público muy atento, qué puede desear más un autor?

Freitag, 2. Dezember 2011

Geschichtsbild korrigiert

 

Professor Erika Rosenberg bei ihrer engagierten Lesung mit Erklärungen im Leibniz-Gymnasium. Foto: Spandler

ALTDORF – Auf Einladung des Deutsch- und Geschichtslehrers Tobias Wagner hielt die Historikerin Professor Erika Rosenberg aus Buenos Aires einen interessanten Vortrag im Leibniz-Gymnasium über das Leben des bekannten deutsch-argentinischen Ehepaars Schindler, das im Dritten Reich bekanntlich 1200 dem Tod geweihten Juden unter gefährlichsten Bedingungen das Leben rettete. Alle fünf neunten Klassen, insgesamt zirka 150 Schüler, hatten in den vergangenen Wochen den Film „Schindlers Liste“von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993 gesehen und im Geschichtsunterricht besprochen.

So traf es sich bestens, dass mit Prof. Rosenberg eine ausgewiesene, wenn nicht die am besten informierte Schindler-Spezialistin gerade auf Vortragstour unterwegs war und sich Zeit nahm, aus ihrem Schindler-Buch zu lesen, den Kindern im freien Vortrag Informationen zu bieten, an Hand von Bildern zu veranschaulichen und schließlich auch Fragen zu beantworten.

„Lebemann“ Schindler

Sie begann ihren Vortrag mit der Herkunft des Ehepaares aus Mähren, las einige amüsante und interessante Passagen vom Kennenlernen der beiden und schilderte auch den Charakter des „Lebemanns“ Schindler, der nach der Eheschließung 1927 zunächst keine Lust hatte zu arbeiten und seiner Frau wohl auch nicht immer treu geblieben ist.

Dieser wie alle weiteren Abschnitte, die sie den interessierten Schülern vortrug, entstammen ihrem Buch „Gegen das Vergessen unbesungener Helden“, das auf der Basis der vielen Stunden, in denen sie sich mit Emilie Schindler in Buenos Aires unterhielt, entstand. Emilie war dort geblieben, während ihr Mann bereits 1957 nach Deutschland zurückkehrte, um sich seinen Lastenausgleich zu holen, woraufhin er nicht mehr nach Argentinien ging und 1974 verarmt in Deutschland starb. Doch auch EmiliesAussagen verifizierte Prof. Rosenberg an Hand eigener Forschungen.

1935 endlich ergriff Oskar Schindler einen Beruf. Um die etwas andere Geschichtsstunde abwechslungsreich zu gestalten, versuchte Rosenberg gelegentlich, die Schüler durch Nachfragen in das Vortragsgeschehen einzubeziehen.

So wollte sie von den jungen Leuten wissen, welchen Beruf Schindler wohl ergriffen hat. Doch keiner der Anwesenden konnte wissen, dass der sich zunächst bei der deutschen Spionageabwehr betätigte. Diese Mischung aus Macht und Gefahr habe dem jungen Mann wohl gelegen, meinte die Geschichtswissenschaftlerin. Seine Aufgabe bestand also darin, ausländische Spione in Polen und der Tschechei zu enttarnen.

Erstaunliche Tatsache dabei: Sein Chef war Admiral Wilhelm Canaris, der ebenso wie Schindler später auch eine Art Doppelleben führte. Denn auch diese Schlüsselfigur hat einerseits geglüht für Hitler, hat aber andererseits einen Rabbiner aus dem Ghetto gerettet, wurde später seines Amtes enthoben und 1945 wegen Hochverrats exekutiert.

Schindlers weiterer Lebensweg führte ihn nach Krakau, wo er 1939 eine Emaillefabrik übernahm, die vorher Juden gehört hatte. Da war er schon in der NSDAP, wohl weniger aus ideologischen Gründen, sondern weil er sich wirtschaftliche Vorteile davon erhoffte. Bald waren dort 250 polnische Arbeiter beschäftigt, unter ihnen auch Juden. Doch die Firma expandierte immer weiter, und nach einiger Zeit waren unter den 800 Beschäftigten 370 jüdische Mitarbeiter aus dem Krakauer Ghetto.

Emilie berichtete Schreckliches über das Leben dieser Menschen, das der reinste Horror gewesen sein musste. Es gab nicht genug zu essen, keine medizinische Versorgung, zu wenig Kleidung, keine Betten.

Allmählich erwachte in Oskar, aber auch in Emilie der Wunsch, möglichst viele der so geschundenen Menschen zu retten.

Denn kurz vor dem Kauf der Fabrik hatten er und seine Frau den brutalen Lagerkommandanten Amon Goeth kennen gelernt, der die Juden quälte, wo er nur konnte. Goeth war Chef des KZ Plaszow, aus dem etliche der Zwangsarbeiter kamen.

Falsches Bild

So wie Rosenberg mit dem falschen Bild der Emilie aufräumen konnte, die sich angeblich nur im Hintergrund hielt, so berichtete sie auch, dass Oskar den unmenschlichen Goeth zunächst gut leiden konnte und ihn sogar mit nach Hause brachte. Auch konnte sie belegen, dass Emilie und Oskar schon 1939 bis 1944 in Krakau zusammen lebten, nicht erst 1945, wie in den üblichen Geschichtsunterlagen angenommen wurde.

Gegen „Sklavenbehandlung“

Ihre eigene wesentlich aktivere Rolle bei den Hilfsaktionen beschrieb Emilie etwa an dem Beispiel, dass sie einem jüdischen Mädchen zur Abtreibung verhalf, was für sie selber äußerst gefährlich war.

Doch sie konnte die „Sklavenbehandlung“ nicht mehr mit ansehen. Und schließlich war auch Oskar Schindler überzeugt, dass er die Geknechteten dem Einfluss des brutalen Goeth entziehen musste. Daher forderte er Juden aus dem Lager an und kasernierte sie in einem privaten Unterlager bei seiner zweiten Fabrik, einer Rüstungsproduktion, wo er ihnen vergleichsweise bessere Bedingungen bieten konnte.

Zwischen 1941 und 1944 reiste Schindler heimlich nach Budapest, wo er sich mit jüdischen Organisationen traf und sie über die Ziele des Nationalsozialismus informierte, denn ab 1942 sprach man schließlich von der „Endlösung“. Nachdem die Räumung von Plaszow nötig wurde, weil die Rote Armee näher rückte, wurden über 20.000 Juden in Vernichtungslager gebracht.

Hier gelang es Schindler, das Oberkommando der Wehrmacht davon zu überzeugen, dass er seine Arbeiter weiterhin brauche, und rettete Hunderten dadurch ihr Leben – in Aktionen, bei denen Schindler, aber auch seine Frau mehrfach ihr eigenes Leben riskierten.

Die sichtlich beeindruckten Schüler interessierten sich zwischendurch für vieles („Wieso kommt Emilie bei dem Film so schlecht weg?“), aber auch für das Leben der jüdischen Professorin („Feiern Sie die jüdischen Feste selbst?“). Letztendlich war der Vortrag wohl nicht nur eine interessante Ergänzung des im Unterricht Durchgenommenen, sondern auch eine Lektion zum Thema Diskrepanz zwischen Film- und Geschichtswirklichkeit.

GISA SPANDLER

|http://n-land.de/lokales/lok-detail/datum/2011/12/01/geschichtsbild-korrigiert.html

Pressebericht Altdorf.Nürnberger Land. Nota de prensa

01.12.11 15:25 Uhr

Spezialistin in Sachen Schindler
ALTDORF/BUENOS AIRES – Professor Erika Rosenberg, selbst Jüdin und 1951 im argentinischen Exil geboren, beschäftigt sich seit Jahrzehnten als Historikerin mit der Geschichte des Ehepaars Emilie und Oskar Schindler. Dabei wurde sie zur Spezialistin, die im Laufe ihrer Forschungen auch immer wieder lang gehegte Irrtümer aufdeckte und korrigierte.
In ihrem Buch „Gegen das Vergessen unbesungener Helden – Emilie und Oskar Schindler“ legte die in Buenos Aires lebende Deutschstämmige ihre Erkenntnisse nieder.Durch den Film „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg sei der Retter der Juden weltbekannt, weiß sie, weniger sei jedoch verbreitet, was dessen Frau Emilie in trostloser Zeit geleistet hat. Dieses Defizit zu ergänzen, hat sie sich zur Aufgabe gemacht, denn sie hat sich über viele Jahre hinweg mit Emilie Schindler in Buenos Aires unterhalten und hat dabei Dinge erfahren, die weder im Film noch in der weiteren Forschungsgeschichte zum Thema bekannt waren.Ihre jüdischen Eltern mussten 1936 nach dem Erlass der Nürnberger Gesetze das Land verlassen. Zu Hause sei das Thema Verfolgung verdrängt worden, doch nach dem Tod der Eltern entstand bei ihr der Drang, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Zufällig ergab es sich, dass die Schindlers damals nur 60 Kilometer südlich von Buenos Aires lebten, so dass sich ein Kontakt ergab, bereits 1990, also noch bevor der Film gedreht wurde. Schnell entstand eine Freundschaft mit Emilie Schindler, deren erste Biografie sie 1993 verfasste. „Doch was für einen Chance hat man gegen Hollywood und Steven Spielberg?“ fragt die charmante 60-Jährige. Im Laufe der Jahre während ihrer Recherchen hat sie Emilie immer besser kennen gelernt und begleitete die alte Dame nach Deutschland, wo sie 2001 mit 93 Jahren starb. Doch auch nach dem Tod von Emilie hörte Prof. Rosenberg nicht auf, in Sachen Schindler und deren mutiger Rettungsaktionen weiterzuforschen.G.S.

                                 Mit  Herrn Tobias Wagner, Geschichtslehrer im Leibniz Gymnasium

Abschied von Berlin

Nach "erfolgreichen" 48 Stunden verlassen wir Berlin ein bisschen trostlos. Es ist  viel an diesen zwei Tagen passiert. Vieles Positives und auch manches Trauriges: Eine große, ausgezeichnete Autorin hat die Literaturwelt verlassen, Christa Wolf ist gestern gestorben. Mit ihr geht ein Teil deutsch-Deutsche Geschichte. Vor mehr als 30 Jahren  habe ich zum Erstenmal einige ihrer Bücher gelesen - Nachdenken über Christa T. und Der geteilte Himmel, u.a. Danach kamen andere hochinteressante Werke, die ich  auch eifrig verschlang. Nun werden wir als Leser ihrem hervorragenden Werk enthalten, haben aber das große Glück  gehabt, ihre Zeilen, ihre Botschaften lesen zu können.
Berlin, diese geheimnisvolle Stadt, die für mich vieles in sich  verbirgt, die für mich vieles bedeutet. Berlin die Stadt meiner Familie väterlicherseits. Ich versuche mir vorzustellen, wie  sie hier  damals gelebt haben, wie sie die Holzmarkstraße rauf und runter gingen und wie mein Vater 1935 nach dem Erlassen der Nürnberger Gesetze  nach einer Durchsuchung seiner Kanzlei  in der Ritterstraße durch die Gestapo,  ganz eilig sieben Zwetschgen aus seiner Wohnung in der Littenstraße 2   nahm und floh  in Richtung Süden. Ich verspreche mir selbst aber, wenn der Zug heute vom Berlin Hauptbahnhof nach Augsburg abfährt, andere Gedanken zu haben. Berlin, die Heimatstadt meines Vaters!
Aus dem Tagebuch einer Autorin, die  zwischen zwei Welten pendelt.

Luego de  dos días  exitosos en Berlin  abandonamos esta ciudad en direciión a Augsburg. Aquí han sucedido cosas muy agradables y nuevos proyectos flotan en el aire. Una noticia  entristeció  nuestra llegada, la de la muerte de una excelente escritora, Christa Wolf, que con sus libros enriqueció a millones de lectores durante décadas.
Hoy  abandonamos Berlin, la ciudad natal de mi padre y su familia. por un momento trato de imaginarme como ellos  circulaban por la Holzmarktstraße, como hacían sus compras, como vivían. Repentinamente un pensamiento cruza mi mente y es la huída de mi padre de su estudio jurídico en la Ritterstraße luego de la proclamación de las leyes de Nürnberg. Me puedo imaginar con que sentimientos  abandonó su terrunio. Hoy cuando el tren parta de Berlin en dirección a Augsburg prometo pensar en otra cosa. Berlin, la ciudad natal de mi padre!
Del Diario de una autora que  pendula entre dos mundos.

                                        Josecito in Berlin. Umgebend von der Weihnachtsatmosphäre am Bahnhof. Josecito en Berlin rodeado de una atmósfera navidenia.

                                         Und nun bin ich dran! Y ahora me toca a mí!

Mittwoch, 30. November 2011

Berlin, die Heimatstadt meines Vaters

Herr Tobias Wagner fuhr uns nach dem Vortrag in dem Leibniz Gymnasium in Altdorf direkt  nach Nürnberg, damit wir pünktlich den Zug nach Berlin  nehmen konnten. Bis auf die Minute hat er kalkuliert. Vielen Dank  Tobias!
Die Fahrt nach Berlin  verlief  nicht gerade ruhig: Mails, Telefonate jeder Art und eine neblige Landschaft draußen. Als wir in Berlin ankamen, war es schon dunkel. Eine riesige Freude überkam mir. Nach einem Jahr sah ich wieeder die Heimatstadt meines Vaters aus einem besonderen Anlaß. Wir werden hier nicht lange bleiben, aber genug, um die Berliner Luft einatmen zu können und das reicht im Moment.
Berlin, die Heimatstadt meines Vaters. Vielleicht gibt es hier auch einen neuen Anfang. Ich lasse mich angenehm überraschen. Bilder fürs nächste Mal, weil ich  mit T-Mobile keinen guten Empfang habe und kann von meinem Laptop  den Blog nicht aktualisieren.

Aus dem Tagebuch  einer, die schon glaubt, Wurzel geschlagen zu haben.

Tobias Wagner nos llevó a la estación de Nürnberg luego de  haber terminado yo mi conferencia en  la escuela Leibniz. De esa forma pudimos tomar puntualmente el tren a Berlin. El calculó hasta el más mínimo minuto. Gracias , Tobías!
El viaje a Berlin transcurrió   en forma calma: Mail, llamados telefónicos de todo tipo y un paisaje neblinoso afuera. Cuando llegamos a Berlin ya estaba oscuro. Una inmensa alegría me invadió. Luego de un anio vovía a ver la ciudad natal de mi padre pero esta vez con un motivo muy especial. Esta vez no nos quedaremos mucho tiempo, pero lo suficiente para respirar el  maravilloso aire berlinés. Quizás  me encuentre maniana con un nuevo comienzo, quizás tenga esa suerte!  Fotos para la próxima porqué con mi internet  móvil no tengo buena recepción para actualizar mi blog.

del Diario de alguien , quien cree ya haber hechado raices.

                                 Vor dem  ehemaligen Haus meines Vaters in der Littenstraße 2 in Berlin Mitte. Delante de la casa de mi padre en Berlin

                                 Am Brandenburger Tor. En la Puerta de Brandenburgo

Liebe Oma Helene, gerne hätte ich mehr von dir gewußt!
Querida abuela Helene, como me hubiese gustado saber más de vos!
Am Omas Grab in Weißensee. En el cementerio de Weißensee.

Neue Quellen über Oskar Schindler

Autorin Erika Rosenberg referiert an Berufsschule - Drittes Buch in Vorbereitung

Schwandorf. (rid) Bereits zum dritten Mal folgte Erika Rosenberg (60) am Dienstag einer Einladung von Lehrer Günter Kohl und berichtete in der Berufsschule von neuen Erkenntnissen über das Ehepaar Emilie und Oskar Schindler. Sie hat in Prag recherchiert und Hinweise entdeckt, die auf Kontakte des  Rüstungsunternehmers Oskar Schindler zum NS-Abwehrchef Admiral Wilhelm Canaris schließen lassen.

Bild zu Artikel Neue Quellen über Oskar Schindler

Canaris' genaue Rolle im Widerstand gegen die NS-Diktatur ist noch ungeklärt. Kontakte zu Claus Schenk Graf von Stauffenberg sind belegbar. Am 9. April 1945 wurde Canaris nach einem SS-Standgericht im KZ Flossenbürg hingerichtet.
Erika Rosenberg arbeitet als Dozentin am Goethe-Institut in Buenos Aires und ist Jüdin. Ihr Vater war Jurist, die Mutter Ärztin. Sie flohen 1936 vor den Nazis nach Südamerika. Zunächst nach Paraguay, dem einzigen Land, das deutsche Flüchtlinge aufnahm. "Meine Eltern waren dort lebendig begraben", erzählte die Autorin, "denn sie mussten in der Landwirtschaft arbeiten". Sie wagten deshalb die Flucht nach Argentinien, "ohne Sprache und ohne Geld". In Buenos Aires kam Erika Rosenberg 1951 zur Welt.

Kontakt zu Emilie Schindler

Sie lernte 1990 Emilie Schindler kennen, die gemeinsam mit ihrem Mann Oskar 1200 Juden vor dem sicheren Tod durch die Nazi-Schergen retten konnte. Oskar Schindler betrieb während des Zweiten Weltkrieges eine Rüstungsfabrik und forderte für die Produktion jüdische Mitarbeiter an, die auf diese Weise am Leben blieben. Erika Rosenberg war so fasziniert „von der Lebensgeschichte der Schindlers“, dass sie zunächst ein Buch über Oskar und dann auch über Emilie schrieb. Die Schriftstellerin erfüllte der Witwe, die 93 Jahre alt wurde und 2001 starb, auch den letzten Wunsch und ließ sie in Waldkraiburg beerdigen. Obwohl Emilie Schindler 50 Jahre lang in Argentinien gelebt hatte.

Integrität bewahrt

Die Autorin erzählt von „einer mutigen Frau, die ihre Integrität in einer barbarischen Zeit bewahren konnte“. Das Buch „Ich, Emilie Schindler“ bietet
durch erstmals veröffentlichte Dokumente und Fotos eine neue Sicht auf die Schreckensherrschaft der Nazis. Emilie Schindler habe sich nie als Heldin gefühlt, erzählt Erika Rosenberg den Jugendlichen. Sie sagte immer: „Wir haben nur getan, was wir tun mussten“. Inzwischen ist Erika Rosenberg auf neue Quellen gestoßen und will im nächsten Jahr ein drittes Buch über „die Schindlers“ herausgeben. Dort wird sie darlegen, welche Helfer Oskar Schindler hatte .

http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3050249-128-neue_quellen_ueber_oskar_schindler,1,0.html

Dienstag, 29. November 2011

Heldin ohne Epos

Biografin berichtet Augustinus-Gymnasiasten über Oskar Schinders Frau Emilie

Weiden. (fku) Die Geschichtsschreibung gleicht häufig einer losen Aneinanderreihung großer Männer, deren große Taten allesamt mehr oder minder im Einklang mit ihrem großen Ruhm stehen. Frauen dagegen, sagt Professor Erika Band de Rosenberg, "werden leicht vergessen". Ganz gleich, welch große Taten auf sie zurückgehen.

Oskar Schindler, der Mann, der während der NS-Diktatur unter Einsatz seines Lebens 1200 Juden vor dem Tod rettete. Der Mann, dem Steven Spielberg mit "Schindlers Liste" ein filmisches Denkmal setzte, während seine Frau Emilie nur kurz in einer Nebenrolle auftaucht. Rosenberg empört das. "Emilie Schindler war nicht die starke Frau hinter einem starken Mann", lautet ihre Botschaft, "sie war die starke Frau neben einem starken Mann." Um das im Bewusstsein zu verankern, zieht sie regelmäßig durch den deutschsprachigen Raum, hält Vorträge, wie am Freitag, als sie vor den elften Klassen des Augustinus-Gymnasiums spricht.
Dort erzählt sie den Schülern zunächst von einer großen Freundschaft, die 1990 in Argentinien begann. Damals traf Rosenberg, deren jüdische Eltern wegen der Nazis aus Deutschland nach Südamerika geflohen waren, zum ersten Mal auf Emilie Schindler. Verarmt, verwitwet "und völlig vergessen von der Geschichte" lebte diese damals in einem kleinen Haus.

http://www.oberpfalznetz.de/onetz/3051539-118-heldin_ohne_epos,1,0.html

Schicksal und brutale Wirklichkeit

Erika Rosenberg berichtet über das Leben von Emilie und Oskar Schindler

imageGrafenwöhr. (mbi) Spannend und mitreißend, durchwegs ergreifend, letztendlich aber für viele unfassbar und unbegreiflich: Der Vorlese- und Vortragsabend zum Thema „Die Schindlers – Wahrheit und Fiktion“
zeigte zahlreiche Facetten über das Leben und Wirken von Emilie und Oskar Schindler. Autor Raimund A. Mader las aus seinem Roman „Die Schindlerjüdin“. Professor Erika Rosenberg, Biographin von Emilie und Oskar Schindler, fesselte die Zuhörer mit ihrem Vortrag. Während in Raimund A. Maders Roman der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden, wartete in Erika Rosenbergs Vortrag auf die Zuhörer die brutale Wahrheit. Erika Rosenberg traf als Journalistin der Deutschen Welle erstmals auf die für sie bis dahin unbekannte Emilie Schindler. Schnell wurde beiden Damen klar, dass es nicht bei einem einmaligen Gespräch bleiben könne. Zu viele
Gemeinsamkeiten lagen vor.

Zwei Biographien

Rosenbergs Eltern flohen 1936 vor dem Holocaust und Emilie Schindler war sozusagen „mittendrin“ gewesen. Angespornt durch die eigene Neugierde und auf der stetigen Suche
nach den eigenen Wurzeln entstanden durch Rosenberg die Biografien
„Ich, Emilie Schindler“ und „Ich, Oskar Schindler“. Bereits mit 20 Jahren heiratete Emilie ihren Oskar, der als Fabrikantensohn zunächst als Agent für das Amt Ausland/Abwehr der Nationalsozialisten arbeitete. Angetrieben
von der Hoffnung, durch den Krieg ein Vermögen zu verdienen, ging Schindler nach Krakau, um dort eine Emaillewarenfabrik zu übernehmen. Seine Arbeiter holte er größtenteils aus dem Krakauer Ghetto, später aus dem Konzentrationslager. Rosenberg referierte über ein Abendessen der Schindlers mit dem berüchtigten SSLagerleiter Ammon Göth. „Emilie berichtete mir über ihn, er war ein Hüne von Mann, einerseits ein gebildeter Musikliebhaber, ein kultureller Geist, andererseits aber eine blutrünstige Bestie und ein brutaler Mörder. In seiner Weltanschauung war ein jüdisches Leben wahrlich absolut nichts wert. Seine morgendlichen Schießübungen bestanden darin, wahllos mit dem Gewehr auf Gefangene des KZs anzulegen
und sie letztendlich aus reiner Willkür einfach abzuknallen. Ein widerlicher
Mensch, erinnerte sich Emilie. Um ihre Arbeiter aus dem Zugriff der SS zu bekommen, reifte der Gedanke, sie in der Fabrik zu kasernieren. Das war für die Schindlers aber auch sehr gefährlich, betonte Rosenberg. Eine kleine Geste der Menschlichkeit gegenüber einem Juden, Polen oder Tschechen konnte bereits ein Verhör durch die Gestapo (Geheime Staatspolizei) nach sich ziehen. Hier waren Oskars Beziehungen zur „Abwehr“ oftmals von großem Vorteil. Es dauerte bis 1942, bevor bei Schindler, der selbst Mitglied der NSDAP war, ein Umdenken einsetzte. Über 2,5 Millionen Reichsmark setzte der als Lebemann und Frauenfreund bekannte Fabrikant für die Rettungsaktionen ein.

Die berühmte Liste

In der breiten Öffentlichkeit sind diese Tatsachen erst durch Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ bekannt geworden. Als 1944 die Russen immer näher kamen, sollten alle Juden nach Auschwitz verlegt werden. Aus dieser Tatsache entsprang Schindlers Idee, seine Fabrik mit in
Richtung Westen umziehen zu lassen. Es entstand die berühmte „Liste kriegswichtiger Arbeiter“. Dringend benötigte und für Deutschland unverzichtbare Metallarbeitskräfte wurden auf ihr aufgeführt, auf „Schindlers
Liste“. Bestochen durch Diamanten, Geld, Schmuck und schöne Frauen genehmigte die SS-Lagerleitung letztendlich Oskar Schindlers Vorschlag. 799 Männer und 299 Frauen fanden auf der wohl berühmtesten Liste einen Platz oder besser gesagt eine Chance auf Überleben. Schindler selbst schrieb bereits in den 60er Jahren über die Vorkommnisse ein Drehbuch. Der Filmgigant MGM zeigte Interesse und wollte Richard Burton und Romy Schneider als Hauptdarsteller verpflichten. Leider wurde dies nie umgesetzt, so Rosenberg.
Erst 1993 griff Steven Spielberg diese Geschichte wieder auf. Erika Rosenberg fand die Darstellung der Emilie Schindler in Spielbergs Film als völlig herabgestuft. Als Held und großer Menschenfreund wird Oskar Schindler heroisiert. Dabei hatte auch seine Frau sehr großen Anteil am Gelingen dieser übermenschlichen Taten. Emilie Schindler rettete im Januar 1945 nachweislich über 120 Juden vor dem sicheren Tod durch Erschießung. Nach mehreren Wochen Irrfahrt durch das bereits zusammengebrochene Dritte Reich, kam ein Judentransport in Güterwaggons vor Schindlers Fabrik an. Die Menschen waren wie Vieh in die Waggons eingepfercht, abgemagert bis auf die Knochen und kaum noch 30 Kilo schwer. Der verantwortliche SS-Offizier fürchtete sich vor dem nahenden Feind und forderte die sofortige Erschießung. Allen Gefahren trotzend wurden die 120 Menschen von Emilie
in der Fabrik aufgenommen. Die gesamte Verantwortung lag nun bei ihr. Sie pflegte die Frauen und Männer, fütterte sie und verhalf ihnen zum Überleben. Bis kurz vor Emilies Tod kamen Schreiben von geretteten Juden aus Israel und der ganzen Welt.

Zeitweise in Regensburg

Nach der Kapitulation des Dritten Reiches lebten die Schindlers bis 1949 auch in Regensburg. Eine jüdische Organisation besorgte ihnen jüdische Ausreisepapiere und einen Platz auf dem letzten Flüchtlingsschiff nach Argentinien. Dort versuchten sie, völlig mittellos, Deutschland hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Über 45 Jahre konnte Emilie Schindler mit niemanden über ihre bewegte Vergangenheit sprechen. Ein großer Wunsch war, vor ihrem Tod noch einmal in die Heimat reisen zu dürfen. 2001 verstarb die einstige Millionärin völlig verarmt und mittellos in Strausberg bei Berlin.

Treue bis zum Schluss

Oskar Schindler starb bereits 1974 bei seiner Geliebten in Hildesheim. Er verließ Emilie 1957 als er allein nach Deutschland zurückkehrte. Trotz unzähliger Frauengeschichten und vieler Geliebten hielt sie an ihrem Oskar fest. Sie ließ sich nicht von ihm scheiden, so Rosenberg. Von den geretteten 1200 Juden leben heute über 6000 Nachkommen auf der ganzen Welt. Wilhelm Buchfelder, der Vorsitzende des Heimatvereins, bedankte sich bei den beiden Schriftstellern. Sein Dank galt auch Eckhard Bodner vom Kulturkreis Pressath und der Volkshochschule Eschenbach/Grafenwöhr für die gemeinsame Aktion.

Im Blickpunkt: „Die Schindlerjüdin“

Zwischen Geschichte und Fantasie

image

Grafenwöhr. (mbi). War es Mord? Eine
Leiche lag schrecklich verdreht auf dem letzten Treppenabsatz eines egensburger Wohnhauses. Der Kriminalkommissar
stieg die Treppe zur Wohnung hinauf. Auf einem unscheinbaren Papierschild fand er die Namen der Bewohner: O. und E. Schindler. Wir schreiben das Jahr 1948. Nachkriegsjahre in der Oberpfalz. Wer ist diese Familie Schindler? Was hat sie mit dem Toten zu tun? Dem Kommissar gehen viele Fragen durch den
Kopf. Mit seinem zweiten Roman gelang Raimund A. Mader ein perfekter Spagat zwischen der Aufarbeitung von wahrem geschichtlichem Hintergrund,
verbunden mit einer gehörigen Portion Fantasie und Spannung. „Eigentlich entstand der Roman um Oskar Schindler eher zufällig“, so Mader. Angeregt durch ein Gespräch mit seiner Verlagsautorin wagte sich der heute 59-jährige
Gymnasiallehrer an die geschichtsträchtige Figur, an Deutschland in der Nachkriegszeit und an die Überbleibsel aus dem ehemaligen Nazi-Regime. Im Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseum fesselte er mit seinem Werk die Zuhörer. Mader schrieb rund 14 Monate an „Die Schindlerjüdin“. Umfangreiche Recherchen über Oskar Schindlers Leben in Regensburg (von 1947 bis 1949) waren hierfür notwendig. Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ leistete ihm hilfreiche Unterstützung. Dabei legt Raimund A. Mader viel
Wert darauf, dass es sich bei seinem Roman nicht um Tatsachen sondern vielmehr um seine eigene phantasievolle Interpretation der Dinge handeln würde. Einen solchen Mord, wie eingangs beschrieben, hat es nie gegeben. Viele Anregungen für eine Fortsetzung seiner Kriminalromane erhielt er von Schindlers Biografin, Erika Rosenberg. Dem Kulturkreis Pressath und Umgebung in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Grafenwöhr und der Volkshochschule Eschenbach/ Grafenwöhr gelang mit dieser „Doppel- Vorlesung“ ein brillanter Abend zwischenWahrheit und Fiktion.

Montag, 28. November 2011

Eine Geschichte von wahren Helden

Zeitungsartikel Rosenberg

"Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt" - Emilie und Oskar Schindler


Montag, 28. November 2011, 19.00 Uhr

Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde, Am Brixener Hof 2
Lesung mit Erika Rosenberg in der Reihe "Lesungen an ungewöhnlichen Orten"
Erika Rosenberg wurde am 24. Juni 1951 als Tochter deutscher Juden in Buenos Aires geboren. Ihre Eltern flohen 1936 vor dem Holocaust über Paraguay nach Argentinien, wo sie 1990 Emilie Schindler, die Frau von Oskar Schindler kennenlernte. Ihre intensiven Gespräche führten nicht nur zu einer Freundschaft, sondern auch zu über 70 Stunden Tonbandaufnahmen, aus denen Rosenberg die Biografie "In Schindlers Schatten" fertigte.
Im Jahr 2001, dem Todesjahr von Emilie Schindler, veröffentlichte sie die überarbeitete Biografie der Schindler-Witwe unter dem Titel "Ich, Emilie Schindler" und die ihres Mannes "Ich, Oskar Schindler".
Erika Rosenberg liest aus den Biografien und lässt tief einblicken in die Geschichte von zwei Menschen, die ihr Leben täglich riskierten, um andere zu retten.
Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe Lesungen an ungewöhnlichen Orten von vhs und Stadtbücherei lesen Autorinnen und Autoren aus der Region eigene und fremde Texte an Orten, die direkt mit dem Geschehen in den gelesenen Texten verknüpft sind.
In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Regensburg und der Jüdischen Gemeinde Regensburg

Freitag, 25. November 2011

Grafenwöhr , Militärmuseum Grafenwöhr und Weiden, Agustinus Gymnaisum. En el Mueseo Militar de Grafenwöhr y en el bachillerato de Weiden

                                Im Militärmuseum in Grafenwöhr
                                En el museo militar

                                 Mit Frau Danziger in der Jüdischen Gemeinde                                  in Regensburg

                                 Mit Herrn Mader in dem Agustinus-Gymnasium


                                  Mit Tobias Wagner im Leibniz-Gymnasium in Altdorf

Donnerstag, 24. November 2011

„Wirmüssen aus unserer Geschichte lernen“

SCHWANDORF. Oskar Schindler errichtete  1944 die Rustungsfabrik in Brunnlitz, forderte fur die Produktion zahlreiche judische Arbeiter an und rettete so 1200 Juden vor dem Tod in der Gaskammer. Seine Frau Emilie Schindler unterstutzte ihn. .Wir waren keine Helden, wir taten nur, was wir tun mussteng, sagte sie spater in einem Gesprach zu Erika Band de Rosenberg.
Rosenberg ist die Biografin von Oskar und Emilie Schindler. Die Professorin
aus Argentinien erzahlte Schulern des Beruflichen Schulzentrums Oskarvon-
Miller gestern von deren Leben. Schon einmal hatte Rosenberg einigen
Schulern des Beruflichen Schulzentrums vom Wirken des Ehepaares Schindler berichtet. .Sie zieht die Jugendlichen in ihren Banng, sagte Gunter
Kohl. Als Schulbeauftragter fur Werteerziehung regt Kohl viele solcher
Projekte und Vortrage an . als Pravention gegen Rechtsextremismus.image
Auch Rosenberg legte den Schulern der elften Jahrgangsstufe nahe: .Wir mussen aus unserer Geschichte lerneng. 1990 traf Rosenberg Emilie Schindler das erste Mal, zahlreiche Treffen und Gesprache folgten. .Sie war eine tapfere und eigenstandige Fraug, sagte Rosenberg. 1945 war es Emilie Schindler, die 120 judische Arbeiter in Schindlers Rustungsfabrik aufnahm.
.Emilie Schindler konnte bei den Arbeitern damals nicht zwischen Mann und Frau unterscheiden, weil alle so abgemagert wareng, berichtete die Professorin.  Emilie Schindler organisierte ein Lazarett, versorgte die Menschen mit Essen. Aus einemBrief eines Uberlebenden an Schindler zitierte Rosenberg: .Sie haben meiner Mutter durch ihre Mahlzeiten das Leben gerettetg. Auch wie Oskar Schindler die Produktion seiner eigenen Firma in Brunnlitz sabotierte, erzahlte Rosenberg. Acht Monate lang lies Schindler Granaten und Patronenhulsen herstellen. Zur Tarnung. Keine der Patronenhulsen funktionierte.
Rosenberg zeigte zu ihrem Vortrag Fotos und Dokumente. Auf einemBild
lacht Schindler aus einem Sportwagen. Er war ein Lebemanng, sagte die
Professorin. Auch Emilie Schindler hatte ihren Mann als charmant, gut
aussehend und sympathisch geschildert, sagte sie. Gunter Kohl bearbeitet jetzt mit den Schulern das Thema nach. Der Film Schindlers Listeg steht dabei auf dem Stundenplan. 

                                                       VON FRANZISKA BIEDERER